Geschichte - Herkunft

Silber findet, ähnlich wie Gold, seinen festen Platz in den Kulturen nahezu aller Völker und wurde bis in das ausgehende 17.Jahrhundert fast so hoch wie Gold bewertet.

Silber war nach dem Gold das begehrteste Schutz- und Schmuckmetall.
Die Verarbeitung von Silber zu Schmuck lässt sich bis in das 4. Jahrtausend vor Christi belegen. Die ältesten Silbergruben Europas befanden sich in Spanien. Später wurde Sachsen aufgrund seiner reichen Silberlagerstätten zum Hauptförderland.

Nach der Entdeckung Amerikas sorgten große Silbervorkommen in den USA und Mexiko für den Niedergang des europäischen Silberbergbaus. Silber wird meist in Verbindung mit anderen Metallen gefunden und daher ausgeschmolzen. Natürliche Silber-Nuggets sind daher äußerst selten. Silber wird aber in einer Vielzahl von Schmuck und anderen Ziergegenständen angeboten.

Der Indianerschmuck aus den Reservaten der Vereinigten Staaten ist eine besonders vielfältige und farbenfrohe Tradition der Silberverarbeitung. Korallen und Türkise werden hierbei in ihrer Aussagekraft und Heilwirkung durch das Silber zusätzlich verstärkt.

Aber auch andere Edelsteine in Silber gefasst gehören zu den begehrtesten Schmuckstücken und lassen sich in dieser Kombination auch im Heilsteinbereich für die Edelsteintherapie vorzüglich verwenden.


Entwicklung und Mythos


Die edlen Metalle Silber und Gold durchdringen die Welt. Sie sind Bestandteil der Erde, auf der wir stehen, fließen in jedem Fluß, wogen in den Wellen des Meeres - über 70 Millionen Tonnen Gold sind in seinem Wasser gelöst. In winzigen Spuren pulsieren Silber und Gold sogar in den Adern unseres Körpers.
Bereits in der Vorgeschichte hatten die Menschen das Bedürfnis, sich mit Dingen zu schmücken, die sie in der Natur fanden.

In der Entwicklung gewann dieses Grundbedürfnis immer stärker an Bedeutung. Seit eh und je vermittelt Schmuck Schönheit, Reichtum und Macht.

Schmuck und Uhren - ob kostbar und edel oder witzig und lässig - ziehen bewundernde Blicke auf sich und den Menschen, der sie trägt. Schöne Stücke zeugen von Geschmack; sie unterstreichen die Persönlichkeit, werten sie auf - und geben das gute, sichere Gefühl, in etwas Sinnvolles und Dauerhaftes investiert zu haben.

Darüber hinaus werden Schmuckstücken magische Kräfte zugeschrieben: sie sollen den Träger schützen und ihm höhere Kräfte verleihen. Broschen, Ketten und Ringe, Diademe und Kronen dienten in vergangenen Tagen als Talismane und Schutzzauber. Eine ganz besondere symbolische Bedeutung besitzt der Ring. Er ist der metall-gewordene Kreis, das Symbol der Geschlossenheit und Unendlichkeit. Auch die Ewigkeit stellt er dar und wird deshalb gewählt, um eine Liebesbeziehung oder Ehe zu besiegeln.

So ist das ägyptische Schriftzeichen für Ewigkeit ein Ring. Ringe werden seit Jahrtausenden getragen. Die frühesten Funde in Ägypten werden auf das Jahr 2800 v. Chr. datiert. Im Orient schützen Zauberringe vor Krankheit und Unfall, im alten Griechenland durften nur freie Bürger Ringe tragen. Im römischen Reich waren Ringe die Insignien der Macht, getragen von Priestern und Senatoren.

Der hellweiße Glanz des Silbers kommt auf sonnengebräunter Haut am besten zur Geltung.